Die Piraten treten zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung in Gießen an

Openantrag

Die Piratenpartei Gießen hat im Rahmen ihrer Aufstellungsversammlung eine für alle Bürger offene Liste mit 19 Kandidierenden zur Wahl der Stadtverordneten im März 2016 aufgestellt.

"Unsere Offenheit für die Anliegen der Bürger in diesem Wahlkampf begann mit der für alle zugänglichen Bürgerliste, sie setzt sich in der heute gemeinsam und öffentlich erarbeiteten Wahlliste fort und wird den Prozess der parlamentarischen Arbeit in der kommenden Stadtverordnetenversammlung begleiten, da wir auch auf der Ebene der Stadt Gießen den Bürgern mit dem anonymen Webportal OpenAntrag eine Möglichkeit der elektronischen Beteiligung anbieten wollen", erläuterte der 31-jährige Spitzenkandidat Thomas Jochimsthal seine Pläne für die kommende Wahlperiode.

Da sich um Platz 1 der Liste zwei Teilnehmer bewarben, die beide nur im Team ins städtische Parlament einziehen wollen, entschied sich die Versammlung, die Vergabe der Spitzenposition dem Zufall zu überlassen. Thomas Jochimsthal gewann den Münzwurf und setzte sich gegen seinen Mitbewerber Ralf Praschak durch. Anders als Jochimsthal ist Praschak kein unbeschriebenes Blatt in der Kommunalpolitik. Er saß bis zu seinem Umzug nach Gießen als Abgeordneter der Piraten im Kreistag Main-Kinzig. Praschak hat nach eigenen Angaben bereits diverse Ämter und jeden Job der Piraten auf Kreis- und Landesebene inne gehabt. Er ist mit Jochimsthal seit 2013 im Vorstand der Piraten Gießen und war zuletzt OB-Kandidat der Partei in Gießen.

Die Vielfalt der Liste zeigte sich in dem für Piraten üblichen Kandidatengrillen, einer Vorstellungsrunde, bei der die Kandidierenden sich einer Befragung der Versammlung stellten.

So kandidieren einerseits Menschen, die in anderen Ehrenämtern wie dem Stadtelternbeirat erste Erfahrungen sammeln konnten, andererseits möchten auch Menschen, die in Eigenregie anderen Menschen helfen, wie z.B. der Initiator des refugeewiki.org, Dennis Küppers, der mit seinem Projekt parteiübergreifend auf deutschlandweite Resonanz stößt, durch ihre Kandidaturen die Ideale von Bürgerbeteiligung und Transparenz unterstützen.