Mit OpenAntrag wollen die Gießener Piraten den Kreistag aufmischen

Warten vor der Aufstellungsversammlung
Die Piratenpartei Gießen hat in einer öffentlichen Veranstaltung in der Kongresshalle Gießen ihre Liste mit 31 Kandidierenden für den Kreistag 2016 aufgestellt.
 
Nach dem Überschreiten der ursprünglich angestrebten Kandidierendenzahl von 27 sowie dem in letzter Zeit verstärkten Interesse seitens der Bevölkerung möchte die Partei im März nächsten Jahres ihr Wahlergebnis der letzten Kommunalwahl von 2 Mandaten verteidigen oder gar ausbauen.
 
Mit der rhetorischen Frage: "Wenn wir nichts bewegen, wer dann?", brachte der Kandidat Markus Mann in seiner Vorstellungsrede das Streben seiner Partei nach innovativen und pragmatischen Politikansätzen zum Ausdruck. Die Piraten beabsichtigen, die digitale Revolution vor der Haustür voranzutreiben und setzen auf mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung. Mit der parteiintern entwickelten Internetplattform OpenAntrag will der 39-jährige Spitzenkandidat Sascha Endlicher (verheiratet, 1 Kind) diesen Anspruch umsetzen und erstmals auch im Kreistag den Bürgern einen direkten und niederschwelligen Zugang zum Parlament verschaffen.
 
"Das Prinzip ist einfach: Wenn wir gewählt werden, können Bürger ihr Anliegen über die OpenAntrag-Website einbringen. Anschließend wird es von uns geprüft und zu einem Antrag ausgearbeitet. Dieser wird dann - zu jedem Zeitpunkt transparent - ins Parlament oder einen Ausschuss eingebracht, bzw. eine Anfrage wird gestartet.", so Sascha Endlicher.
 
Ebenfalls auf vorderen Listenplätzen stehen der 36-jährige Reiskirchener Verwaltungbeamte Björn Fleischer-Smajek (verheiratet, drei Kinder), der seinen Fokus in der parlamentarischen Arbeit auf den Bereich Familie setzen will, sowie der 23-jährige Wettenberger Student Tobias Vogel, der sich für die Bereiche Wirtschaft und Energie interessiert.