Piraten an Bord der Demo für Bildung

Die Piratenpartei Gießen unterstützt die Demonstration im Rahmen der bundesweiten Bildungsstreikwoche.

Beim Einsammeln unserer Europawahl-Plakate sind uns die zahlreichen Aufkleber für die Demonstration aufgefallen; nicht wenige zierten auch unsere Plakate.

Wir, die Piraten, treten für freie Bildung zugunsten aller, und für freien Zugriff auf Wissen ein. Die etwas ungewöhnlich geäußerte Einladung haben wir somit angenommen und unterstützen nun tatkräftig mit. Bildung geht schließlich uns alle an!

Die Schulen sollten den teilnehmenden Schülern freigeben damit diese ihr demokratisches Recht zur Demonstration auch ohne zu schwänzen wahrnehmen können. Der ausgefallene Unterricht ist selbstverständlich nachzuholen.

Das von der Schülerunion geforderte Obrigkeitsdenken hingegen stammt aus dem letzten Jahrtausend. Es bedarf viel mehr eine Demokratisierung und Flexibilisierung angefangen bei Kindergärten, über Schulen, bis hin zu Universitäten und Fachhochschulen. Im digitalen 21. Jahrhundert sind vor allem mündige, informierte und kritische Bürger gefragt.

Eines sollte man nicht vergessen: Die CDU in Hessen hat mit Karin Wolff maßgeblich zu der aktuellen Misere beigetragen. Jürgen Banzer konnte zwar einiges der letzten Jahre korrigieren. Der geforderte und längst fällige Dialog hätte schon lange von der Politik bzw. nun vonseiten der FDP in Angriff genommen werden müssen. Warum müssen erst Schüler und Studierende auf die Straße gehen, um den notwendigen Druck auszuüben? Wir brauchen Bewegung und keine Symbolpolitik im Zeichen des Wahlkampfes.

Die Forderungen der Organisatoren müssen natürlich kritisch betrachtet und diskutiert werden. Ziel eines anschließenden Dialoges sollten notwendige und auch überfällige Reformen sein. Rechte und linke Ideologien und Idiotien bringen uns dabei nicht weiter. Deutschland und Hessen dürfen im europäischen Bildungswettbewerb nicht weiter an Boden verlieren.

Des Weiteren möchten wir anmerken, dass auch in den Köpfen der Eltern ein Umdenken und Mitziehen notwendig ist. Die „Mein Kind first“-Mentalität verhinderte bisher gute Schule.