Unterstützungsunterschriften

Demo: Tanzen gegen das Tanz-Verbot

Hast Du Dich auch schon oft über geschlossene Diskotheken und nicht stattfindende Veranstaltungen am Karfreitag und anderen kirchlichen Feiertagen geärgert?

Aus diesem Grund findet leider keine Demo gegen das Tanzverbot im Speziellen und für die Trennung von Staat und Kirche im Allgemeinen statt. Das Verbot ist nicht mehr zeitgemäß, denn es beschränkt die Rechte und diskriminiert die Freiheit von Andersgläubigen, Agnostikern und Atheisten an den besagten Feiertagen in unangemessener Weise.

Das Tanzverbot ist im hessischen Feiertagsgesetz festgeschrieben und besteht schon seit 1971. Es beinhaltet u.a. auch Verbote für Sportveranstaltungen und lustige Theaterstücke. Es bedarf also dringend einer Anpassung an das 21. Jahrhundert.

Bislang wurde das Gesetz in den mittelhessischen Städten, wie Gießen, Marburg und Wetzlar nicht oder nur mit wenig Nachdruck angewendet. Erst in den letzten Jahren drängt der Regierungspräsident strenger auf die Einhaltung, weil er Mittelhessen für ein christlich geprägtes Abendland hält und das Zeitalter der Aufklärung ausblendet.

Das bedeutet für Kneipen und Diskothekenbesitzer bei Nichteinhaltung ein Bußgeld von bis zu 50.000 € .

Wann: Karfreitag (6.4.2012), 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Wo: Kreuzplatz, Gießen

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Kommentare

Schönen Gruß von Berlin nach Hessen!

Als Berliner kann ich nur sagen: Ihr seid ganz schön hinter'm Mond!

Warum sollen denn Nicht- oder Andersgläubige nicht tanzen dürfen, wenn Christen ihre Mythen-Spaktakel abhalten???

Bisher mussten die meisten Menschenrechte gegen erbitterte Widerstände der christlichen Kirchen erkämpft werden.

Wie lange noch darf die christliche Kirche in Hessen den Nichtmitgliedern vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben?

Religion ist Privatsache!

Ich will auch meinen Feiertag!

Wenn Ihr Christen Euren Feiertag für einen Verstorbenen von Euch mit Tanzverbot für alle Anderen weiter behalten wollt, dann will ich auch einen Feiertag für meinen verstorbenen Opa. Und da es geschmacklos wäre an dem Tag, an dem ich und meine Familie und alle Freunde von Opa ihm gedenken, einfach so zu tanzen, darf dann am Feiertag zu Opa's Tod natürlich nicht getanzt werden. Dafür habt Ihr Christen doch sicherlich vollstes Verständnis, denn: Gleiches Recht für Alle. Ihr habt Euren Jesus - ich habe meinen Opa.

P.S. Im Gegensatz zum Jesus, dessen historische Existenz nicht sicher belegt ist, hat mein Opa tatsächlich gelebt. Dafür gibt es Belege.

P.P.S. Meine Freundin meint gearde zu mir, sie will dann für ihre Oma auch so einen Feiertag. Ich denke, das läßt sich doch einrichten. Da sind doch noch ein paar Tage übrig.

Zurück auf die Bäume

Was die Piraten wollen, scheint mir eine Gesellschaft zu sein, in der jedes Individuum das tun kann, was es gerade will. Schön! Schön? Die logische Folge wäre eine Gesellschaft ohne gemeinsame Werte und Traditionen. Gut! Gut? Dann brauchen wir auch keine Gesetze mehr. Super! Super? Na dann geh ich jetzt mal los und hau meinem Nachbarn eins auf die Mütze, nehme mir sein Auto und fahre zur Tanzdemo... Zurück auf die Bäume, ihr Affen!
Spaß bei Seite. An Beerdigungen werden die Herren Piraten doch wohl nicht tanzen? So weit wird ihre Erziehung (?) und ihr letztes Fünkchen Anstand doch wohl noch reichen? An Karfreitag wird an den Tod eines einzigartigen Menschen gedacht, dessen Aussagen wohl kein halbwegs vernünftiger Mensch in Frage stellen wird: „Liebe deinen Nächsten genauso sehr wie dich selbst... Liebe deine Feinde“ etc. Das ist leider natürlich antiindividualistisch, denn dann muss ich mich eventuell auch mal einschränken.
Ich fühle mich als Angehöriger dieses Jesus, und daher ist Karfreitag für mich ein stiller Gedenktag. Wer an diesem Tag frei haben will, um Würstchen im Garten zu grillen oder zu verreisen, muss halt schon auch akzeptieren, dass dieser Feiertag eine Bedeutung hat und mit bestimmten Traditionen verknüpft ist.
Ich habe den Eindruck, dass gläubige Muslime, vor die die Piraten u.a. vorgeben, sich stellen zu müssen, am wenigsten Probleme mit christlichen Feiertagen haben. Ich würde übrigens auch nicht in eine Moschee nackig hineingehen, nur weil das dort streng verboten ist und dies meine Freiheit in diesem Punkt einschränkt. (Werden die Piraten da bald mal für das Recht der Nudisten demonstrieren?)
Niemand wird die Damen und Herren Piraten daran hindern, arbeiten zu gehen, wenn ein christlicher Feiertag ist. Dann aber auch am Tag des Herrn (=Sonntag, für die, die so was nicht wissen).
Übrigens, der Polizist und die Krankenschwester, die an Karfreitag arbeiten müssen, sind im Sinne Jesu unterwegs. Der war nämlich alles andere als ein Dogmatiker und forderte zum Samaritertum auf.
Einfach mal gründlich nachlesen (Neues Testament! Nur zur Info...) und nicht nur die Stellen, die zur eigenen Meinung passen, aus der Bibel rauspulen.

Henrike Heß

Runter von den Bäumen

"Was die Piraten wollen, scheint mir eine Gesellschaft zu sein, in der jedes Individuum das tun kann, was es gerade will. Schön! Schön? Die logische Folge wäre eine Gesellschaft ohne gemeinsame Werte und Traditionen. Gut! Gut? Dann brauchen wir auch keine Gesetze mehr. Super! Super? Na dann geh ich jetzt mal los und hau meinem Nachbarn eins auf die Mütze, nehme mir sein Auto und fahre zur Tanzdemo... Zurück auf die Bäume, ihr Affen!" Es ist schon unglaublich, wie manche Verteidiger des Tanzverbots sich hier in Rage schreiben und was für verschrobene und unpassende Vergleiche angeführt werden.

Ändern

Das Tanzverbot zu abzuschaffen wäre ein kleiner Schritt zu einer gerechteren BRD.

Ein großer Schritt:

"Würden, einmal angenommen, alle Einrichtungen, die sich jetzt in kirchlicher Trägerschaft befinden, in öffentliche Regie übernommen, dann müsste der Staat einerseits rund 840 Millionen Euro mehr bezahlen als bisher. Da dann aber auch die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer keine Begründung mehr hätte, also wegfallen würde, hätte der Staat eine Mehreinnahme von 2,88 Milliarden Euro. Diese 2,88 Milliarden Mehreinnahme minus 840 Millionen Mehrkosten bedeuten eine Nettoeinnahme von rund zwei Milliarden Euro für den Staat."
http://hpd.de/node/13112

*staatliche Subventionen an die Kirchen abschaffen (jährlich 20 Milliarden)
*Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern, Altenpflegerinnen vor kirchlicher Willkür schützen (werden fristlos entlassen, wenn sie sich von einem prügelnden Ehemann trennen und einen neuen Freund finden...)
*Bischöfe nicht mehr nach dem Beamtenbesoldungsgesetz durch das Bundesland finanzieren
*kirchliche Kindergärten, bei denen der Staat und Eltern 95% der Kosten tragen, verstaatlichen

Tanzverbot

Wenn ich radikal mit Traditionen brechen wollte,dann müsste ich
auch bereit sein, konsequent auf die damit verbundenen Vorteile
zu verzichten.

Für wirklich konsequente sollte man vielleicht die Möglichkeit schaffen
auf Feiertage zu verzichten und stattdessen beispielsweise Urlaub zu nehmen.
Das hätte dann auch sicherlich einen spürbar positiven ökonomischen Effekt.
Ich bin mir aber nicht wirklich sicher, ob allzuviele "Revoluzzer" unter diesen Umständen
wirklich bereit wären konsequent zu sein.

Ich jedenfalls freue mich auf schöne Feiertage und wünsche allen frohe Ostern!

Feiertage vs. Urlaub

Sie können nicht wirklich glauben, dass wir die freien Tage der Kirche zu verdanken haben, oder???? Die Anzahl der Urlaubstage wird durch die Tarifparteien festgelegt, sonst niemanden. Wenn es weniger Feiertage gäbe, würden die Gewerkschaften als Ausgleich mehr Urlaub fordern. Ebenso mischt der Staat mit. Kirche hin oder her, wenn die Konjunktur lahmt wird halt mal ein solcher Tag gestrichen - Sie erinnern sich vielleicht noch an den Buß- und Bettag
:-)

Karenztage Gewerkschaft

Leider werden die Gewerkschaften da in Ihrer Durchsetzungskraft überschätzt.

Einführung Karenztage durch schwarz gelb .
Gewerkschaft gibt 5% Jahresleistung zur Kompensation.

Rot grün schafft die Karenztage wieder ab.
Gewerkschaft kann die 5% Minderung der Jahresleistung nicht wieder zurück holen.

Dauerhaft nur noch 95% Jahresleistung.

Wenn dem so wäre dann gäbe es

Wenn dem so wäre dann gäbe es ja in Bundesländern mit weniger Feiertage mehr Urlaub... Dem ist aber nicht so.

Einseitige Provokation und Respektlosigkeit

Als einer, der in der Dienstleistungsbranche tätig ist, fallen bei mir ohnehin fast alle Feiertage flach - egal ob Weihnachten, Ostern oder sonst was... dennoch habe auch ich eine Meinung dazu:
Bislang fühlte ich mich bei den Piraten ja immer gut aufgehoben. Diese Tanzaktion ist jedoch an Dreistigkeit, Respektlosigkeit und Provokation kaum zu überbieten! Nur weil an einem von 365 Tagen im Jahr ein demokratisch legitimiertes Gesetz einen Verzicht auf Tanzen fordert, wird hier gleich von Diskriminierung gesprochen. Gehts noch?
Der Karfreitag ist für viele Menschen ein Tag, an dem sie den Tod von Jesus Christus gedenken. Als Feiertag ist er fest mit der Kultur Hessens verbunden und für viele unheimlich wichtig. Ist dann nicht vielmehr der provokative Tanz in der Mitte Gießens eine Diskriminierung der Christen, weil es ihnen nicht möglich ist, den Feiertag in ihrem Sinne zu begehen?
Warum wird nicht der demokratische Weg gewählt? Die Piraten könnten es in den Landtag schaffen nächstes Jahr und versuchen, das Gesetz zu ändern. Findet sich keine Mehrheit, ist es eben nicht gewollt und man hat dies zu respektieren. Das ist Demokratie und nicht, wenn sich ein paar Leute auf ihren Schlips getreten fühlen und deshalb eine Provokation starten, die an Respektlosigkeit kaum zu überbieten ist!
Würde es denen gefallen, wenn ich auf der Beerdigung ihrer Angehörigen oder Freunde tanze und feiere? Würden sich sie gleichen Leute auch vor eine Moschee setzen und zum Schweineschnitzelessen treffen?
Wohl kaum!
Dies ist ausschließlich eine einseitige Provokation gegenüber Christen von den Piraten!
Wer den Karfreitag nicht gedenken möchte, soll so konsequent und erhrlich sein und arbeiten gehen, wie es viele andere auch müssen. Tanzen kann man an 364 anderen Tagen im Jahr.
Piratenpartei? So nicht mehr!

Tanzverbot / Demonstration gegen das Tanzverbot

Multikulti? Wo bleibt unsere Kultur? Ich empfinde alleine das Ansinnen für eine Tanzveranstaltung am Karfreitag als Frechheit! Es scheint modern zu sein, gegen unsere Kultur und unsere Glaubenswerte ins Feld zu ziehen! Wehe aber, es hätte eine andere Glaubensrichtung betroffen - was hätten da Piraten und ähnliche für einen Aufstand geprobt! Die Verantwortlichen der Stadt Gießen, die eine Demo am Karfreitag erlaubt haben, sind genauso einzustufen.

Ich denke das Strohfeuer der Piraten wird genau so schnell erlöschen wie es aufgeflammt ist. Gut so. Die Piraten sind KEINE Alternative.

Tanzen gegen das Tanz-Verbot

Falls Ihr noch eine passende Musik sucht, für Euren Tanz:
http://www.youtube.com/watch?v=yyhtIg6V4o0

Tanzverbot Karfreitag

Wertneutrale Feiertage, gendermensch, auch neutral, alles bereinigt von Gott, Träumen und Nächstenliebe, nur noch Kommerz bitte, nur noch Arbeiten, Geld ausgeben, Werbung schlürfen und kaufen.
Am besten von morgens bis abends "funktionieren" ohne Besinnung, ohne Rückzug, ohne Stille, alles im Rad.
Bald sind wir auch darunter.
Feiern ist auch kein Feiern mehr, wenn es keine Tage mehr ohne gibt. Braucht Ihr das wirklich jeden Tag?
Ist das Eure Demokratie? Kein Unterschied mehr zwischen Mob und Meinung?
Keine Rücksicht auf die religiösen Gefühle der Anderen?
Ich komme aus NRW und habe mir aufgrund des Ausverkaufs öffentlicher Werte und der Informationsfreiheit an Verwerterkonzerne und Wirtschaftslobbyisten durchaus überlegt, mal die Piraten zu wählen. Auch ein katholischer Christ hat ein Gehirn und wagt mal was Anderes.
Wenn Euch Respekt aber kein Gedanken mehr wert ist, lasse ich es lieber bleiben.

Meine Güte ...

... wie mutig und fortschrittlich-korrekt, wie aufrecht und aufgeklärt! Welch erheblicher Beitrag, die Errungenschaften der "Aufklärung" zu sichern! An einem oder auch an mehreren Tagen auf öffentliches Tanzen etc zu verzichten - unzumutbar, in dieser so kirchlich geprägten Gesellschaft. Meine Güte ... - aber dann wünsche ich Euch ganz viel Spaß (oder sogar Freude? na ja, wohl eher nur Spaß) - ja, ehrlich, ganz viel Spaß, beim Tanz bis in den Morgen und dann weiter, viel und immer Gesundheit und ein wirklich Euch gefallendes langes Leben. Eurem Glauben nach habt Ihr ja nichts anderes. Und Dank! Gott dem HERRN, daß Er auch für Euch gestorben ist, denn so kann es evtl. doch mehr geben als mutigen Tanz und Gesundheit und Spaß.

(Nachtrag: Freude etwa hatten diese Menschen in El Cobre, 27.3.aD2012, zu sehen bei http://www.vatican.va/video/index.html, über "Agenda" auszuwählen - zwar keine Aufklärung und Freiheit, Gesetze chic und spaßig zu brechen, aber wohl mehr vom Leben, von diesem und dem anderen.)

Tanzverbot

1. Es ist ein demokratisch zustande gekommenenes Gesetz und somit zu befolgen. Wenn man dies ändern möchte, steht der demokratische Weg über den Landtag offen. Gerade ihr als Piratenpartei pocht ja immer auf die demokratischen Regeln. Dann befolgt sie auch bitte.

2. Unser Land basiert auf christlichen Werten und der dazugehörigen Lebensweise, auch wenn sie nicht von allen befolgt wird. Wenn sich jemand außerhalb des Gesetzes (s.o.) stellen will oder gegen die Umsetzung der christlichen Lebensweise im Gesamten ist, dann bitteschön auch konsequent. Das heißt dann auch auf alle sechs christlichen Feiertage (Karfreitag, Ostermontag, Himmelfahrt, Fronleichnam, 1. und 2. Weinachtsfeiertag) + 1/2 Tag Heiligabend zu verzichten. Dann fordert das bitte auch in eurem Programm. Oder akzeptiert es und sagt es dann auch, die Menschheit will ja wissen, wofür ihr steht.

3. Wer für sich in Anspruch nimmt, als Partei die Grundlagen unserer Demokratie hochzuhalten, sollte dies auch bei diesem Thema befolgen. Das hieße dann, dass der (basis)demokratische Weg beschritten werden müsste, ob im Internet oder in der realen Welt.
Wollt ihr euch nur an die Gesetze halten, die ihr mitbeschlossen habt oder an alle Gesetze?

4. Ich bin ein Agnostiker (Nichtgläubiger), lebe gut mit meiner gläubigen Frau und gläubigen Kindern, meinem christlichen Umfeld und betreibe schon seit fast 25 Jahren offene linke Kommunalpolitik (sorry, aber mit der Offenheit ward ihr halt wirklich nicht die Ersten).
Ich freue mich auf die nächsten Jahre, den sportlichen politischen Umgang miteinander und die konsequente Umsetzung meiner und eurer selbst und basisdemokratisch gewählten Programmpunkte!

der erste Punkt

der erste Punkt disqualifiziert sie schon. Mit der dort beschriebenen Haltung
erreicht man nur , dass Dinge auf ewig so bleiben wie sie sind. Zur demokratischen
Kultur gehört eben auch Regeln zu verändern und dies geht nicht ohne darauf
Aufmerksam zu machen, dass eine Regel problematisch ist.
Im übrigen glaube ich ihnen Punkt 4 nicht

Re: Tanzverbot

Ahoi,

Zu 1) Ja, das Feiertagsgesetz ist demokratisch zustande gekommen. Für die Änderung des Feiertagsgesetzes gibt es allerdings nicht nur den Weg über den Landtag, sondern auch durch Volksbegehren. Nach ihrer Aussage, dürfte man erst gegen ein Gesetz demonstrieren, wenn es bereits durch den Landtag oder durch ein Volksbegehren geändert worden wäre. Schwule und Lesben hätten also auch kein Recht für eine Gesetzesänderung auf dem "Christopher Street Day" zu demonstrien. SIe könnten ja auch eine Partei gründen und im Bundestag dann die Gesetze ändern?!

Zu 2) Von mir aus könnte man die Feiertage auch abschaffen, ich werde wie immer an Projekten arbeiten. Wir fordern allerdings nicht die Abschaffung, da wir es auch akzeptieren, dass es Personen gibt, die diese für sich als wichtig ansehen. Es wäre allerdings über sogenannte "Kultustage" nachzudenken.

Zu 3) Wir halten uns an alle Gesetze. Im Feiertagsgesetz sind lediglich Tanzveranstaltungen verboten. Wir fühen allerdings eine Demonstration nach dem Versammlungsrecht mit Tanzen als Stilmittel zur Meinungsäußerung durch und keine Tanzveranstaltung, welcher lediglich der Unterhaltung dient ohne Meinungsäußerung.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Oechler

"Vertipper"

Es wird bestimmt schon mehr Leuten aufgefallen sein, daß sich ein paar "Vertipper" in den Artikel eingeschlichen haben:

Aus diesem Grund findet...
..Trennung von Staat und Kirche...
..Feiertagen in ungemessener Weise.
..auf die Einhaltung, weil er Mittelhessen...

Tut mir Leid, falls das zu pedantisch ist.

Re: "Vertipper"

Ahoi,

vielen Dank für die Hinweise. Da ist wohl beim Kopieren des Textes vom Flyer auf die Webseite etwas schiefgegangen. Ich habe es im Webseitentext jetzt aber korrigiert.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Oechler

Arbeitstag für alle kirchliche Feiertage !

Veranstaltungen am Karfreitag und anderen kirchlichen Feiertagen geärgert?
Dann alle kichlichen Feitage abschaffen !

Re: Arbeitstag für alle kirchliche Feiertage !

Ahoi,

man kann drüber nachdenken, alle kirchliche Feiertage abzuschaffen. Ob man diese dann zu normale Arbeitstage werden lässt oder wertneutrale dynamische Feiertage werden lässt, müsste man überlegen. Ich persönlich würde für letztere Idee plädieren. Dann könnten Christen weiter das für sie wichtige Oster- oder Weihnachtsfest begehen und Andere eben ihre wichtigen Feste.

Das Problem liegt im konkreten Fall aber eher darin, dass hier mit dem Feiertagsgesetz ein Verbot ausgesprochen wird, was unser Meinung nach nicht akzeptable ist. Verbote sind im Kern nur zulässig, wenn sie dazu da sind, ein höherwertiges Recht zu schützen bzw. zwei Rechte miteinander abzuwiegen. Beispiel: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts auf 50 km/h ist nur dadurch erlaubt, da sie - vereinfacht gesagt - das höhere/gleichwertige Recht auf Leben von Fußgängern schützt. Aus dieser Argumentation ergibt sich zum Beispiel auch, dass es in Deutschland kein generelles Tempolimit gibt.

Die Einschränkung beim Feiertagsgesetz schützt aber mit seinem Tanzverbot, etc. kein höherwertiges Recht. Ob ich in der Disco tanzen gehe oder nicht, behindert den Gläubigen in seiner Religionsausübung in keinster Weise. Einzig die Regelung, dass Störungen des Gottesdienstes zu unterbleiben haben, ist für uns eine vertretbare Einschränkung. Im Übrigen fängt die Demonstration aus diesem Grund auch erst um 18:30 Uhr an.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Oechler

zeitgemäß ist blödes kriterium

eure argumentation, das sei nicht mehr zeitgemäß, ist irgendwie sehr uncool, gar nicht so piraten-sexy. damit lässt sich ja alles fordern. 7 tage woche, aufhebung des nachtarbeitverbots, kinderprostitution, was auch immer. man könnte auch halb gießen abreißen, weil da so viel nicht mehr eitgemäßes zeug rumsteht, überwiegend nach 1945 gebautes...
allerdings ist die kirche ja offenbar schon vorauseilend vol lauf eure kampagne angesprungen und wirbt für das tanzverbot: http://www.alsfeld-evangelisch.de/front_content.php?idcat=68&idart=1211
viel spass beim tanzen.

stimmt abschaffen - aber...

man sollte auch so ehrlich sein und dann den Feiertag selbst abschaffen - man könnte dafür den ganz normalen Urlaub erhöhen. Und ja mir ist klar, dass der Feiertagszuschuß für Arbeiter wegfällt - na und?
Wem das nicht gefällt der muss eben den Tag so nehmen und mal nicht Tanzen gehen ...

Tanzverbot am Karfreitag

Der Karfreitag gillt bei gewissen Gläubigen, Christen genannt, als der Tag der Kreuzigung ihres Propheten Jesus Christus. Der Tag ist historisch so wenig als authentisch belegt wie auch seine behauptete anschließende Auferstehung und Wieder-Erscheinung. Es ist anzunehmen, dass der Tag und seine märchenhafte Begebenheit aus Religionen vor Christus übernommen wurden. Der Ausdruck Auferstehung wurde in verschiedenen Kulturkreisen der Antike für verschiedene religiöse Vorstellungen verwendet, die sich auf bestimmte Grundtypen zurückführen lassen:
- im Zarathustrismus und später im Islam als leibliche Auferstehung aller Gestorbenen zu einem Endgericht Gottes über Böse und Gute (ethischer Dualismus),
- im Hellenismus, Platonismus und Gnostizismus als Wiedervereinigung der durch den Tod zuvor vom Leib getrennten Seele.
- Diese Vorstellung kann sich mit älteren, ägyptischen und/oder fernöstlichen Gedanken einer Wiedergeburt oder Seelenwanderung verbinden. Sie setzt die Unsterblichkeit der körperlosen Seele voraus.
- im Judentum als göttliche Rettung der auserwählten gerechten Israeliten aus dem Tod bzw. aus Gottes Endgericht zu einem neuen Leben auf dieser Erde.
- im Christentum als Vorwegnahme dieser Rettung aus dem Endgericht an der Person des Messias Jesus Christus, der zugleich der kommende Richter aller Lebenden und Toten ist und die kommende Auferstehung der Toten verbürgt (christologische Endzeiterwartung).
Fazit: Alle haben irgendwo abgeschrieben und ihren Glauben und damit die mehr oder weniger genau bekannten Daten übernommen und ihre Bedeutung darüber gestülpt, um das Vorherige zu verdrängen.
Wie kann man solche Tage feiern, ohne auch nur zu wissen, ob der Termin stimmt und ob das märchenhafte Geschehen überhaupt statt gefunden hat.
Genauso verhält es sich mit Weihnachten.

Nach schlau kommt superschlau!

Was hat dieser Stuss mit dem Tanzverbot zu tun?

Novelierung des Feiertagsgesetzes

Hier ein Novelierungsvorschlag, der auch die Rechte von Un- und Andersgläugigen berücksichtigt:

§ 1
(1) Gesetzliche Feiertage sind die Sonntage sowie:
1. der Neujahrstag,
2. der 1. Mai,
3. der Tag der Deutschen Einheit,
(2) folgende kirchlichen Feiertage entfallen:
1. der Karfreitag,
2. der Ostermontag,
3. der Himmelfahrtstag,
4. der Pfingstmontag,
5. der Fronleichnamstag,
6. der 1. und 2. Weihnachtstag.
(3) zusätzliche Kultustage:
Als Ausgleich für die unter (2) entfallen Feiertage erhält jeder Arbeitnehmer 6 zusätzliche sogenannte Kultustage, die er an jedem belieben Tag im Jahr in Form von Urlaub verbringen darf.

§ 2
Die Landesregierung kann durch Verordnung aus besonderem Anlaß im Einzelfall einen Werktag zum gesetzlichen Feiertag für das Landesgebiet oder für Teile des Landes erklären.

§ 3
Die gesetzlichen Feiertage der §§ 1 und 2 dieses Gesetzes sind Fest- oder allgemeine Feiertage im Sinne bundes- oder landesrechtlicher Vorschriften.

§ 5
(1) Die gesetzlichen Feiertage werden als Tage der Arbeitsruhe und zum Zwecke der Erholung und Freude nach Maßgabe dieses Gesetzes geschützt.
(2) Dieser Schutz gilt, soweit über seine Dauer nichts anderes bestimmt ist, von 0 Uhr bis 24 Uhr.

§ 4 und § 6 bis § 17
werden gestrichen

Neues Feiertagsgesetz

Die bestehenden Feiertage sind historisch gewachsen und mit einem - wenn auch nicht von allen nachvollziehbar - Sinn hinterlegt.
Was hier gefordert wird ist keine Novellierung des Feiertagsgesetz sondern nur der Wunsch nach mehr freien Tagen ohne Verpflichtungen. Im Übrigen gibt´s das schon - es nennt sich Bildungsurlaub

ein Nichtgläubiger

Warum noch der 1. Mai ?

Wenn schon eine Reform, dann sollten wir den 1. Mai gleich mit abschaffen. Zur Gruppe der "Arbeiter" gehören in Deutschland immer weniger Personen, also weg damit und statt die 6 dann 7 "Kultustage".

Top Aktion

Moin,

erstmal: TOP AKTION! Hätte ich den Piraten in GI gar nicht zugetraut. Falls es irgendwelche Verbote wegen der Demo gibt, Nichtgenehmigung oder so, aktualisiert ihr entsprechend die Seite hier? Und wie siehts mit der Werbung aus... wissen alle Bescheid? Also so ein paar, die sonst auch auf Demos gehen... und natülich alle anderen :-) SoliGruß.