Unterstützungsunterschriften

Wählerverhöhnung durch die CDU: "Wir machen da nicht mit"

"Mit diesem Spruch flatterte ein Flugblatt der CDU in die Gießener Haushalte, in welchem auf die Palaktierwut der politischen Konkurrenten und der eigene Verzicht auf selbige hingewiesen wird. Vielleicht sollten die Bürger Gießens dies wörtlich nehmen, wenn es um das Setzen von Kreuzchen für die CDU gilt.

Denn wenn man die Situation genauer betrachtet, so fallen schnell ein paar Ungereimtheiten zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf. Die CDU ist bei der Materialschlacht des Plakatierens im Gegensatz zur Behauptung des Flyers ganz vorne mit dabei. Sie konzentriert sich dabei vor allem auf die Ein- und Ausfallstraßen von Gießen, wie beispielsweise Frankfurter oder auch Grünberger Straße, wie die angefügten Fotos anschaulich dokumentieren.

In der Innenstadt wird hingegen auf Großplakate gesetzt. Bei Ströer oder 1-2-3-Plakat für entsprechend hohe Summen in der Größenordnung von 200 € pro Plakat für je 10 Tage buchbar. Da die CDU neben Spenden auch von der Parteienteilfinanzierung lebt, hängen hier auch zahlreiche Euro an Steuergeldern.

Sehr merkwürdig erscheint dann wiederum der Verzicht auf das Plakatieren der von der Stadt bereitgestellten Plakatwände. Hätte die CDU wirklich die Bürger vor den "1000 Plakaten" schützen wollen, so hätte sie ein entsprechende Plakatierungsvorschrift in der Jamaika-Koalition auf den Wege bringen können. Andere Städte, wie beispielsweise Hanau, erlauben nur das Plakatieren auf gestellten Plakatwänden und das Aufstellen einer überschaubaren Anzahl von sogenannten Dreiecksständern. Die Umwelt hätte es sicherlich auch gedankt.

Zu guter Letzt müssen wir PIRATEN uns wohl bedanken, dass die CDU unsere Botschaft "Traue keinem Plakat, Informiere Dich!" den Bürgern auf so eindringliche Weise näher gebracht"

Hier geht es zum Artikel in der Online-Ausgabe der Gießener Zeitung.